Berlin, 10. März 2017

Der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) begrüßt die am 9. März verabschiedete Änderung des Bundesdatenschutzgesetzes durch das Videoüberwachungsverbesserungsgesetz. „Frachtdiebstahl bedroht zunehmend Lieferketten und logistische Prozesse. Jetzt wurden zumindest rechtliche Voraussetzungen geschaffen, auch öffentlichen Parkraum wie Autobahnparkplätze zu überwachen und dadurch die Sicherheit von Fahrer und Ladung deutlich zu erhöhen“, kommentiert Frank Huster, Hauptgeschäftsführer des DSLV die Entscheidung des Deutschen Bundestages.

Die Logistik bewegt hohe Warenwerte. Nach Auskunft der Versicherer belaufen sich die Schäden durch Frachtdiebstahl auf mindestens 300 Millionen Euro in Deutschland. Nach Auffassung des DSLV liegt die Schadenssituation viel höher und bewegt sich in Milliardenhöhe, vor allem durch Folgekosten wie verspätete Lieferung und Produktionsausfälle. Genauere Daten sind nicht verfügbar, weil Ladungsdiebstahl nicht als eigenes Phänomen in der polizeilichen Kriminalstatistik geführt wird. „Besonders Rastplätze sind Achillesfersen der Lieferketten. Trotz umfänglicher technischer und organisatorischer Präventivmaßnahmen der Speditionen sind Fahrzeuge und Ladung Zielscheiben organisierter Kriminalität. Rund zwei Drittel der Diebstähle geschehen auf den Rastplätzen der Bundesautobahnen“, ergänzt Huster.

Der DSLV fordert die Einführung von Videoüberwachung an Autobahnraststellen, mit einem Interventionssystem über polizeiliche Leitzentralen, ähnlich dem „Secure Lane Project“ zwischen Rotterdam und Venlo in den Niederlanden. „Neben der Verhinderung von Diebstählen geht es vor allem auch um die Sicherheit der Fahrer. Im Zuge der Digitalisierung sollten Rastplätze an Autobahnen ohnehin mit einem Parkleitsystem ausgestattet werden. Lkw-Fahrer könnten dann ihre Lenk- und Ruhezeiten besser planen, wenn sie über ein Informationssystem verfügten, das freien Parkraum anzeigt“, so Huster abschließend.


Der DSLV:

Der DSLV vertritt als Spitzenorganisation die Speditions- und Logistikbranche sowie die Transportwirtschaft über alle Verkehrsträger hinweg (Straße, Schiene, See- und Binnenschifffahrt sowie Luftfracht), einschließlich der Organisation, Bereitstellung, Steuerung, Optimierung und Sicherung von Prozessen der Güterströme entlang der Lieferkette. Der DSLV repräsentiert über seine 16 Landesverbände etwa 3.000 Unternehmen mit mehr als 530.000 Beschäftigten.

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Hauptgeschäftsführer

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