Berlin, 9. Mai 2017

Die Produktionskosten einer durchschnittlichen Sendung im Stückgutmarkt sind im Jahr 2016 um 1,6 Prozent gestiegen. Dieses Ergebnis weist die mittlerweile fünfte Erhebung des vom Deutschen Speditions- und Logistikverband (DSLV) herausgegebenen Kostenindex Sammelgutspedition aus, der die Entwicklung der im Abwicklungsprozess einer Stückgutsendung relevanten Kostenarten als gewichteten Gesamtkostenindex im halbjährlichen Rhythmus abbildet.

Betrachtet wurde die Entwicklung der Personal-, Treibstoff-, Maut- und Sachkosten in den vergangenen zwölf Monaten, basierend auf einer Jahresmenge von etwa 19 Millionen Stückgutsendungen, die sich auf 104 Depots aus neun Stückgutnetzwerken verteilen. Als wesentliche Treiber wurden die Personal- und Mautkosten identifiziert. 
 
Allein die Personalkosten verzeichnen einen Anstieg von 3,7 Prozent und hätten bei isolierter Betrachtung schon zu einer Erhöhung der Gesamtkosten um 1,8 Prozent geführt. Die Mautkosten sind aufgrund der Absenkung der Bemessungsgrenze auf Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen sowie sich verändernder Fahrzeugstrukturen im Nahverkehr um 6,7 Prozent gestiegen, tragen aufgrund ihres geringen Anteils an den Gesamtkosten jedoch nur mit 0,2 Prozentpunkten zum Gesamtkostenanstieg bei.
 
Erstmals seit dem Beginn der Erhebung im zweiten Halbjahr 2014 sind die Treibstoffkosten um 0,9 Prozent gestiegen. Ihr Anteil an den Gesamtkosten lag im Erhebungszeitraum bei 10,7 Prozent, weshalb die Auswirkung auf den Gesamtkostenanstieg mit knapp 0,1 Prozentpunkten relativ gering war.
 
Ein Rückgang um 1,6 Prozent war im Betrachtungszeitraum lediglich bei den Sachkosten zu verbuchen. Mit einem Kostenanteil von 36,5 Prozent führte dies zu einer Abmilderung des Gesamtanstiegs um 0,6 Prozentpunkte.
 
Die Veränderungen der einzelnen Kostenarten führten im Ergebnis auch zu einer Verschiebung ihrer prozentualen Aufteilung. So stellen sich die Anteile der einzelnen Kostenarten am Ende des 2. Halbjahrs 2016 wie folgt dar: Personalkosten (50,9 Prozent), Treibstoffkosten (10,6 Prozent), Mautkosten (3,1 Prozent) und Sachkosten (35,4 Prozent).
 
Das Steinbeis Beratungszentrum Forwarding and Logistics Center (FORLOGIC) erstellt den Kostenindex Sammelgutspedition im Auftrag des DSLV. Der vollständige Bericht von FORLOGIC über die aktuelle Erhebung kann von der Webseite des DSLV abgerufen werden. Der Verband veröffentlicht seinen Kostenindex als Benchmark für den Stückgutmarkt im Halbjahresabstand. Beteiligt an der Erhebung sind über 100 Depots der folgenden Stückgutnetze: 24plus, CargoLine, Emons,  IDS, ILN, ONLINE Systemlogistik, Schenker Deutschland, System Alliance und VTL.
  
Der DSLV vertritt als Spitzenorganisation die Speditions- und Logistikbranche sowie die Transportwirtschaft über alle Verkehrsträger hinweg (Straße, Schiene, See- und Binnenschifffahrt sowie Luftfracht), einschließlich der Organisation, Bereitstellung, Steuerung, Optimierung und Sicherung von Prozessen der Güterströme entlang der Lieferkette. Der DSLV repräsentiert über seine 16 Landesverbände etwa 3.000 Unternehmen mit mehr als 530.000 Beschäftigten.

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pdf Stückgutlogistik: Produktionskosten im Stückgutmarkt in 2016 um 1,6 Prozent gestiegen (Stand Mai 2017) 687,5 KB

Politik und Kommunikation

Jürgen Hasler

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